5 Tage Wandererlebnis auf dem Härtsfeld vom 15. – 19. Juni 2015

Start für die 12 Personen war um 6:30 Uhr in Herfatz. Die Fahrt mit 3 PKW’s ging ganz flott voran. Da die Ausfahrt „Heidenheim“ gesperrt war, mussten wir die Ausfahrt „Giengen“ nehmen. Gleich nach der Abfahrt fuhr unser Führungsauto links statt rechts, aber Dank einer guten Copilotin waren wir ganz schnell wieder auf dem richtigen Weg, bloß dass dann eine Umleitung kam, konnte niemand wissen und so machten wir eine kleine unfreiwillige Härtsfeld- Rundfahrt.

Trotzdem kamen wir gegen 8:30 Uhr in Neresheim im Gasthof Krone an, wo uns schon unser Wanderführer ( WAF) Guido Wekemann mit Frau begrüßte. Gepäck ausladen, Stiefel anziehen und schon ging es zum Busunternehmer, der uns zu einem Wanderparkplatz in der Nähe von Nattheim brachte, wo unsere 1. Wanderung ( WA)Startete.

Die WA führte uns heute zu den ehemaligen Bronceerz- Gruben aus der Keltenzeit, weiter zu der Keltenschanze bei Fleinheim. Hier hatte unser WAF viel Interessantes zu erzählen. Nun ging es über den Ohrberg in’s Auertal, am Erzberg am Härtsfeldsee vorbei und auf alten Pfaden zum Kloster Neresheim, dann hinab nach Neresheim. Puuuh das war heute ein harter Tag wir sind 24 km gewandert aber es war richtig toll!

Zweiter Tag: Dienstag der 16. Juni

Heute ging es ab Neresheim gleich hoch zum Kloster Neresheim . Guido erklärte uns einiges über das Kloster und als wir die Kirche besichtigen wollten war gerade ein Gottesdienst so konnten wir nur von hinten durch das Gitter die prachtvolle Kirche anschauen. Weiter wanderten wir zum ehemaligen Weihnachsthof, dessen Geschichte uns bestens erklärt wurde. Nun ging es weiter nach Kössingen, wo in der St. Sola Kirche schon der Mesmer auf uns wartete, um uns die Kirche und das Leben des Heiligen aus Irland zu erklären. In der Sakristei ist ein wunderbares Kreuzgewölbe mit sehr alten Fresken, noch in den Orginalfarben. Weiter ging es zum Blankenstein, hinab zur Felsenhöhle Hohlenstein. Hier wurden vor ca. 100 Jahren steinzeitliche Werkzeuge und eine Kalkplatte mit Darstellungen von Menschen und Tieren gefunden. Unser WAF führte uns immer wieder auf  tollen Pfaden zur Alten Bürg. Hier bei der Alten Bürg ist noch ein alter, ehemaligen Suevit Steinbruch zu sehen, zu dem ein Teil der Gruppe noch einen Abstecher machte. Weiter wanderten wir zu den Felsenhöhlen am Ohrengipfel. Am Fuße des Ohrengipfel erwartete uns wieder der Bus.

Heute wanderten wir 22 km und erlebten wieder einen sehr erlebnisreichen Tag!

Dritter Tag: Mittwoch der 17. Juni

Heute fuhren wir erst mal mit dem Bus zur Röhrbachmühle. Damit es uns nich zu wohl wurde, stiegen wir gleich hoch auf den Albtrauf. Der Aufstieg hatte sich gelohnt, denn wir hatten immer wieder herrliche Ausblicke in das Nördlinger Ries und zu dem markanten Berg der Ostalb dem Ipf. Nun ging es über den Hohenberg bei Bopfingen zum Sandberg und auf dem HW 1 zur Kapfenburg. Hier gibt es wohl ein Restaurant und Cafe, das leider nur für die Seminarteilnehmer auf der Kapfenburg und nicht für gewöhnliche Wanderer offensteht. Die Kapfenburg ist eine sehr imposante Anlage. Hier holte uns der Bus wieder ab.

Heute erwanderten wir eine Strecke von 20 km, die wieder ein eindrucksvolles Erlebnis waren!

Vierter Tag: Donnerstag der 18. Juni

Gleich vorab: Heute war es feucht und Guido hatte schon einen kürzere Wanderung im Kopf falls es nicht auf hört zu regnen. Start war bei der Kapfenburg, aber wir besuchten vorher eine Ameisenstadt. Diese Ameisen sind eine ganz besondere Art, die man fast nicht sehen kann. Sie leben nur unter der Erde. Sichtbar sind nur ganz kleine, mit Thymian bewachsene Hügel, auf einer Magerwiese. Aber unter dem Boden sind die Völker riesengroß. Bis jetzt sie sind noch fast nicht erforscht.

Nach diesem kleinen Abstecher ging es dann zum eigentlichen Ausgangspunkt. Der Regen ließ nach und wir starteten auf dem HW1 zum Wöllerstein. Hier gibt es beim Auf und Abstieg einen toll gepflegten Weg und auch der Gipfelplatz ist sehr liebevoll hergerichtet. Es gibt hier eine nette Schutzhütte, mit einem Gipfelkreuz an dem in der Box am Gipfelkreuz außer dem Buch ausnahmsweise auch noch ein Bleistift, Radiergummi und ein Bleistiftspitzer in einer extra Box vorhanden war. Leider hat es hier wieder angefangen zu regnen. Am Wasserturm bei Ebnat versperrten uns tief hängende Wolken leider die Sicht.

Nun wanderten wir weiter zur Wallfahrtskapelle Maria bei den Eichen. Das letzte Wunder geschah dort offensichtlich beim Sturm Lothar; Die Bäume wurden rings um die Kapelle alle umgelegt aber die Kapelle selbst bekam nicht einmal einen Kratzer ab. Von hier war es nicht mehr weit nach Niesitz zum Rathaus, wo uns der wieder Bus abholte.

Guido brauchte heute nicht seine verkürzte Wanderung hervorzaubern, da es immer wieder aufhörte zu regnen. Trotz miesem Wetter wanderten wir heute wieder 20 km.

Fünfter und letzter Wandertag und Heimreise: Freitag der 19. Juni

Um 9 Uhr starteten wir mit unseren PKW’s nach Rotstein bei Oberkochen. Von dort stiegen wir zum Rotstein hoch mit einem herrlichen Ausblick in das Kochertal und nach Oberkochen. Der Volkmarsberg mit seinem Aussichtsturm grüßte herüber. Ein kleiner Abstecher zu der Muttergottesgrotte unterhalb dem Rotstein rundete den Besuch ab.

Wir wanderten heute in einer Gegend, in der gerade vier Windräder aufgestellt werden. Wir waren über den Platzverbrauch für so eine Anlage, sowie den notwendigen Zufahrtsstraßen, richtig geschockt. Aber betrachtet man es nüchtern, so verbraucht eine Biogasanlage für ihre Maisfelder vielmehr Grundfläche.

So kamen wir auf unserem Rundweg an großen Fingerhutfeldern vorbei und vereinzelt konnte man auch den weißen Fingerhut bestaunen. Nach ca. 8,5 km waren wir wieder bei unseren PKW und fuhren nach Itzelberg ins Cafe am See. Hier stärkten wir uns zur Heimfahrt. Nun beschlossen wir noch, da der Kuchen noch einwenig verdaut werden sollte, umrundeten wir noch den Itzelberger See. Anschließend nahmen wir Abschied von unserm Wanderführer Guido und seiner Frau. Wir hatten in Guido Wekemann einen hervorragenden WAF und in seiner Frau eine ganz tolle Biologin.

So nun rauschten wir ab nach Wangen, machten aber noch eine gemütliche Schlusseinkehr beim Starz in Ratzenried, wo nochmals Erinnerungen ausgetauscht werden konnten.

Bei dieser 5- Tageswanderung kam bestimmt jeder auf seine Kosten, ob Brwegung, Blumen, Schmetterlinge oder Landschaften.

Wir sind in den 5 Tagen 96 km gewandert und haben 1583 Höhenmeter im Aufstieg bewältigt und die mussten wir natürlich auch wieder runter, was auf der Ostalb eine ordentliche Leistung darstellt!.

Es waren vier sonnige, sowie ein Regentag. Unterm Strich waren alle 12 Wanderer überrascht, was man hier im Osten der Schwäbischen Alb um Neresheim alles sehen und erleben kann!

Hier noch einige Bilder dieser erlebnisreichen und tollen Wanderwoche:

01 Der Gasthof "Krone" war unser Quartier02 Die Ortschaften liegen ganz geduckt in den Talmulden2a Unser Wanderführer Guido Wekemann03 Auch auf dem Albschäferweg sind wir gewandert04 Das sind aber keine Albrinder05 Wir wandern am Härtsfeldsee vorbei06 Die Burg Katzenstein ist in Sicht07 Endlich ist am 1. Wandertag das Kloster Neresheim in Sicht08 Das Kloster von Neresheim aus gesehen10 Die Klosterkirche von innen11 Diese Blumenpracht ist schon toll12 Die Kirche St. Sola in Kössingen13 Der Hochaltar von St. Sola14 Der Türckenbund blüht bereits15 Ein schöner See in einem aufgelassenen Steinbruch16 Es gibt noch ganz alte und besondere Grenzsteine17 Die Höhlen unter dem Ohrenberg18 Solche schöne Vesperbänke hatten wir nicht immer19 So schöne Ausblicke gibt es immer wieder20 Immer wieder etwas besonderes diese Wachholderheiden21 Unser Wanderführer ist immer ein paar Meter vorausD23 So ein Regentag ist halt auch mal drin24 Auf dem Rotstein mit Blick zum Volkmarsberg dort scheint die Sonne25 Am letzten Wandertag Fingerhut weiß und rat soweit das Auge reicht26 Zum Abschluß noch ein Spaziergang um den Itzelberger See